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Geruchs- und Geschmackstestungen

Bei der Olfactometrie (Riechprüfung) handelt es sich um ein diagnostisches Verfahren zur Überprüfung des Riechsinnes, um beispielsweise nervale Schädigungen der Riechzellen in der Nase feststellen zu können. 

Das Verfahren

Der Riechtest wird unter Anwendung verschiedener Riechreizstoffe in absteigenden Konzentrationen durchgeführt, welche in zuvor verschlossenen Gefäßen der Testperson nahe dem Naseneingang angeboten werden.

Der so ermittelte Wert der geringsten riechbaren Konzentration eines Riechreizstoffes wird als Riechschwelle bezeichnet.

Ein Riechtest sollte durchgeführt werden bei:

  • subjektiver Minderung des Riechvermögens
  • Verdacht auf neurologische Erkrankungen
  • vor und ggf. nach operativen Eingriffen im Nasenbereich

Bei der Gustometrie (Schmeckprüfung) handelt es sich um ein diagnostisches Verfahren zur Überprüfung des Schmecksinnes, um beispielsweise Nervenläsionen (Nervenschädigungen) feststellen zu können.

Der Schmeck-Test wird unter Anwendung verschiedener Schmeckstoffe an mehreren Stellen der Zunge durchgeführt.

Die Gustometrie kann in der Diagnostik sowohl als subjektives als auch als objektives Verfahren eingesetzt werden. Überdies gibt es unterschiedliche Methoden, um eine Reizung der Sinnesrezeptoren der Zunge hervorzurufen.

Das Verfahren

Bei der klassische Gustometrie oder auch Chemogustometrie werden Sticks mit schmecksintensiven Stoffe auf spezielle Zungenareale gelegt.

Die Überprüfung des Schmecksinnes erfolgt unter Verwendung von Proben der vier Schmeckqualitäten süß (Glucose), sauer (Zitronensäure), bitter (Chinin) und salzig (Kochsalz). Auf Grund der möglichen Beeinflussung wird das Verfahren als subjektive Gustometrie bezeichnet.

Der so bestimmte Wert wird als Schmeckschwelle bezeichnet und stellt die geringste Reizung der Sinnesrezeptoren dar, die zur Empfindung des Schmeckens führt.

Ein Schmecktest sollte durchgeführt werden bei:

  • subjektiver Beeinträchtigung des Schmecksinnes
  • Verdacht auf Morbus Parkinson oder Morbus Alzheimer
  • Nebenwirkungstestung von Medikamenten

Eine Minderung von Riech- und Schmeckempfindlichkeit kann ein Frühsymptom vieler Erkrankungen sein, oft entsteht sie auch durch altersabhängige Veränderungen.

Ihr Nutzen

Olfactometrie und Gustometrie ermöglichen die frühzeitige Beurteilung von Riech- und Schmeckstörungen, so daß eine gezielte weitere Diagnostik oder Therapie rechtzeitig durchgeführt werden kann.